Duftstoffe & Moleküle
Hub-Übersicht: Chemie, Physiologie und Molekül-Eigenschaften.
Das Multitalent: Transparenz, Diffusion und florale Verstärkung ohne Dominanz.
Hedione (Methyl Dihydrojasmonat) ist ein synthetisches Molekül, das in der Parfümerie als das „meistgenutzte Molekül“ gilt. Es wurde 1966 von der Firma Firmenich entwickelt und patentiert. Chemisch ist es ein Ester, der dem natürlichen Bestandteil des Jasminöls (Zedernon) nachempfunden ist. Seine Bedeutung liegt nicht in seiner Eigenständigkeit als Duft, sondern in seiner universellen Funktion als Stabilisator und Verstärker.
Hedione gilt als „Arbeitspferd“ der Parfümerie. Es gibt dem Duft Volumen und Transparenz, ohne ihn zu verfälschen.
Im Gegensatz zu Ambroxan oder Iso E Super hat Hedione eine sehr dezente, aber florale Note.
Allein getragen wirkt Hedione oft wie ein sehr schwacher, sauberer Jasmin-Duft (Molecule 02). In Kombination entfaltet es seine wahre Stärke.
Hedione ist ein Molekül mit bemerkenswerter physikalischer Dualität: Es ist flüchtig genug, um diffusiv zu wirken, aber schwer genug, um zu fixieren.
Oft wird gesagt: „Ohne Hedione riecht der Duft flach. Mit Hedione wird er dreidimensional.“ Es gibt dem Akkord „Luft“ und „Körper“.
Die wichtigste Rolle von Hedione ist die als „Harmonisierer“ (Blender). Es wird selten als Hauptakteur genutzt, sondern als Werkzeug.
Die Dosierung ist hoch (oft 5-20%), da es selbst wenig dominiert.
Obwohl es ein „Jasmin-Analogon“ ist, unterscheidet es sich deutlich vom natürlichen Vorbild.
Hedione bietet nicht die Tiefe von echtem Jasmin, aber die Struktur und die Leichtigkeit. Oft werden beide kombiniert: Jasmin für die Blüte, Hedione für die Ausbreitung.
Hedione gilt als sehr sicher und stabil.
Es ist ein technisches Rückgrat, das Parfüme haltbar und attraktiv macht.
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Problem: Der Duft wirkt flach und „nass“, hat keinen Körper. Lösung: 10% Hedione in die Basis. Ergebnis: Der Duft wird voluminöser, „radiant“ und hält länger, ohne wässrig zu wirken.
Hedione ist das unsichtbare Skelett der modernen Parfümerie. Es gibt Düften Struktur, Ausbreitung und Leichtigkeit. Es beweist, dass ein Molekül nicht immer dominieren muss, um das Ergebnis massiv zu verbessern. Als ultimativer Blender ist es das Bindeglied zwischen der alten Welt der Blumen und der neuen Welt der molekularen Düfte.
Weil es extrem vielseitig, günstig und sehr stabil ist. Es wird fast überall dort eingesetzt, wo ein Duft „runder“ und „luftiger“ wirken soll (fast alle Männerparfüms, Aquatiken).
Nach dem chemischen Prinzip ja, aber nicht nach der Komplexität. Echter Jasmin ist tierisch, indolisch und schwer. Hedione ist hell, grün-floral und sehr linear. Es ist die „gereinigte“, abstrakte Version von Jasmin.
Methyl Jasmonat ist ein Vorläufermolekül und sehr instabil. Hedione (Methyl Dihydrojasmonat) ist die stabilisierte, hydrierte Form, die für die Parfümerie verwendet wird.