Duftstoffe & Moleküle
Hub-Übersicht: Chemie, Physiologie und Molekül-Eigenschaften.
Treibender, wärmender Holzmusk: Substantivität, puderige Nuancen und moderne Signatur.
Cashmeran ist ein synthetisches Duftmolekül, das erstmals 1972 von den Firmen IFF (International Flavors & Fragrances) synthetisiert wurde. Chemisch gehört es zur Gruppe der Tetrahydro-1-naphthaldehydate. Sein Name ist eine reine Marketing-Beschreibung: Assoziation zu „Kaschmir“ (weich, wärmend, teuer) und „Musk“, obwohl es chemisch kein klassischer Moschus ist, sondern eine Art Mischform aus Holz- und Moschuselementen.
Cashmeran ist ein Paradebeispiel für „Körperscent“-Düfte. Es ist ein sehr schwerflüchtiges, aber präsentes Molekül.
Der Geruch von Cashmeran ist komplex und schwer in einem Wort zu fassen. Er bewegt sich zwischen verschiedenen Akkorden.
Cashmeran wird oft als „kuschelig“, „trocken“ und „warm“ beschrieben. Es besitzt eine enorme Kraft, Duftakkorde zu „runden“ und „veredeln“, ohne sie zu dominieren.
Cashmeran ist ein extrem schwerflüchtiges Molekül mit hoher Substantivität. Es ist ein exzellenter Fixator und „Anker“ für leichtere Noten.
Es ist ideal für Düfte, die „Langlebigkeit“ mit einem „weichen Abgang“ verbinden wollen.
Aufgrund seiner Eigenschaften wird Cashmeran in fast allen Familien eingesetzt, besonders prominent in Chypre, Orientalisch, Holzig und Gourmand.
Die Dosierung ist aufgrund der hohen Kraft oft gering (0.5 – 2%), wirkt aber prägend.
Cashmeran wird oft mit „Woody Musk“ in Verbindung gebracht. Es gibt Überschneidungen, aber auch Unterschiede.
Cashmeran ist oft der Geheimtipp, um einem Duft den „Touch of Old School“ zu verleihen, ohne altbacken zu wirken.
Cashmeran gilt als sicher und gut verträglich.
Es ist ein beliebter Bestandteil in Hypoallergenik-Düften, da es wenig Reiz auslöst, aber strukturell präsent ist.
Hub-Übersicht: Chemie, Physiologie und Molekül-Eigenschaften.
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Übersicht über 26 deklarationspflichtige Stoffe.
Problem: Vanille wirkt zu süß und „klebrig“. Lösung: 1% Cashmeran hinzufügen. Ergebnis: Die Süße wird getrocknet, der Abgang wird pudrig-weich.
Cashmeran ist der weiche Polster moderner Parfüms. Seine Stärke liegt nicht im Alleinstehen, sondern in der Fähigkeit, andere Noten in eine warme, pudrige Umarmung zu hüllen. Es ist der „Silberfaden“, der Diskrepanzen in der Komposition glättet und dem Träger ein Gefühl von teurer, kuscheliger Substanz verleiht – auch bei synthetischen Düften.
Nein. Der Name ist rein metaphorisch. Kaschmirwolle hat kaum Geruch. Cashmeran riecht nach Holz, Puder und einem Hauch von Moschus. Die Assoziation zu Kaschmir soll Weichheit und Wärme suggerieren.
Chemisch gesehen ist es kein klassischer Moschus (wie Nitro-Moschus oder Makrozyklen), aber im Geruch hat es eine muskige, tierische Note. Deshalb wird es oft als „Woody Musk“ klassifiziert.
Durch die molekulare Struktur entsteht ein assoziativer Geruchseindruck, der an Talkum, Babypuder oder getrockneten Hautschuppen erinnert. Dieser Effekt ist typisch für Cashmeran und wird von vielen als angenehm und beruhigend empfunden.